So sieht der Sound von Yello aus

BCB Logo hellDie Band Yello macht vor, wie eine Musiker-Website aussehen kann, auf der grafische Spielereien sinnvoll eingesetzt werden, sodass sie perfekt zu Sound und Künstlern passen. Die Website macht Lust auf das aktuelle Album “Touch Yello”.

Websites von Musikern sind in puncto Nutzerfreundlichkeit oft eine Zumutung. Die mit Grafik und Effekten überladenen Seiten bieten selten genug Zusatznutzen, um die Nachteile aufzuwiegen. Die Grafiker in den verantwortlichen Agenturen sitzen vor riesigen Bildschirmen, arbeiten mit modernen Computern und verfügen über schnelle Internetanschlüsse. Nutzer mit alten Computern, kleinen Monitoren und langsamen Internetzugängen können übertrieben grafisch orientierte Websites kaum nutzen.

Deshalb sollte man einen sehr guten Grund haben, die technischen Anforderungen auf Nutzerseite hoch anzusetzen. Oder es lieber sein lassen. Die Website von Yello gehört in dieser Hinsicht zu den positiven Ausnahmen, denn die Internetpräsenz setzt das aktuelle Album “Touch Yello” perfekt in Szene. Sound und Image spiegeln sich im Onlineauftritt sehr gut wieder. Um es ein wenig übertrieben auszudrücken: Das Album findet auf der Website seine künstlerische Verlängerung in die Online-Welt.

Anstatt die Besucher mit einem multimedialen Feuerwerk zu blenden und mit Effekthascherei von der Musik abzulenken, rückt man sie über das minimalistische Design in den Vordergrund. Dazu passt die weitgehende Beschränkung auf die Farben Schwarz und Weiß. In die 14 Tracks auf “Touch Yello” kann man jeweils kurz hineinhören, was sehr wichtig ist. Schade nur, dass man weder eine Yello Biografie findet noch mehr über die vielen anderen Alben von Yello erfährt, was über Titel und Erscheinungsjahr hinausgeht.

Für die fünf Videos auf der offiziellen Yello Website schaltet man am besten in den Vollbildmodus. Um sie genießen zu können, benötigt man einen neben einer schnellen Internetanbindung einen Computer, der von der Grafikleistung her auf der Höhe der Zeit ist. Was man zu sehen bekommt, wirkt allerdings ausgesprochen hochwertig und stilsicher.

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Über Oliver Springer

Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.

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