Mit simfy Millionen Songs online hören

BCB Logo hellMehr als 6 Millionen Songs bietet der im Frühling gestartete Musik-Streaming-Dienst simfy seinen Nutzern. Direkt über das Internet können die User von jedem Computer mit Internetzugang und über manche Mobiltelefone die Streams hören.

Musik muss man heute nicht mehr kaufen, sondern kann sie legal online über Streaming-Dienste hören. Manche davon finanzieren sich nur über Werbung, andere setzen auf ein kostenpflichtiges Premium-Abo. Ich glaube, dem Streaming steht eine große Zukunft bevor, aber komplett ersetzen wird sie den Kauf von Musik nicht. Gerade echte Musikfans profitieren am meisten von einer Kombination der Vorteile von Downloads und Streams.

Ich besitze eine große Musiksammlung und viele Jahre über war ich fast besessen von dem Wunsch, sie ständig zu erweitern. Viele Musikfans werden das nachfühlen können. Musik, die einem gefällt, möchte man sammeln und besitzen, nicht nur (aber auch) um sie jederzeit hören zu können. Es ist noch gar nicht so lange her, da war es schwierig, an Platten oder schon CDs zu kommen, die abseits von Charts oder Mainstream angesiedelt waren. In den meisten Geschäften war einfach nicht genug Platz für eine große Auswahl. Selbst die größten Fachgeschäfte konnten nur einen Bruchteil dessen in ihre Regale stellen, was die Downloadshops heute anbieten.

Was mich angeht ist aus einer schweren Sammelleidenschaft eine leichte geworden. So paradox es klingt: Das Überangebot an im Internet war der Grund für meine Genesung. Jeden halbwegs interessanten Song besitzen zu wollen, ist ein völlig aussichtsloses Unterfangen. Zudem muss man nicht fürchten, ein Platte, die man jetzt nicht kauft, später nicht mehr kaufen zu können. Was es heute zum Download gibt, wird es vermutlich immer zum Download geben. Aus „Jetzt oder nie!“ wird „Das läuft mir nicht weg“. Doch was noch wichtiger ist (und damit kommen wir zu Streaming-Diensten wie simfy): Wozu kaufen, was man jederzeit online hören kann?

Ich kaufe weiterhin Musik, aber längst nicht mehr so viel wie früher. Manche Alben möchte ich einfach besitzen. Für den ganzen Rest reicht es aus, ihn über das Internet hören zu können. Einer der interessantesten Musik-Streaming-Services ist das noch junge simfy, das erst seit einem Relaunch im Mai in seiner jetzigen Form existiert. Zu Beginn standen dennoch bereits mehr als 2 Millionen Songs zur Auswahl, inzwischen sind es deutlich über 6 Millionen Lieder.

Zum Relaunch sagte Christoph Lange, CEO von simfy: „Der große Vorteil von simfy liegt in der Kombination: simfy ist immer und überall verfügbar, legal und dabei sehr günstig. Das haben wir durch Vereinbarungen mit allen Majorlabels, wichtigen Aggregatoren für Indepententlabels sowie der GEMA erreicht. Wettbewerber sind vor uns daran gescheitert.“ Die Chancen, ein bestimmtes Lied auf simfy zu finden, sind damit groß, selbst wenn man einen speziellen Musikgeschmack hat.

Die Basisvariante von simfy ist kostenlos für die Musikhörer, so richtig nutzen kann man den Streaming Service allerdings erst nach einer Anmeldung. Wer mehr möchte, zahlt 9,99 Euro im Monat für die Premium-Version.  Zahlende Nutzer können sich die Musik auch auf ihr iPhone oder Smartphone mit Android OS streamen lassen und den Offline-Modus nutzen. Eine komfortablere Musiksuche, Playlisten und Community-Funktionen sind ebenfalls für die Premium-Nutzer reserviert.

Gut gefällt mir bei simfy die übersichtliche Struktur der Website und die Soundqualität ist für ein Streaming-Portal sehr gut. Seit letztem Monat ist zusätzlich eine Software verfügbar, die man lokal auf seinem Computer installiert: „Neu an der simfy Desktop-App ist auch die erweiterte Unabhängigkeit zur simfy-Website. Künftig ist ein kostenloser Download der App über andere Websites sowie die direkte Registrierung bei simfy allein über die Desktop-App möglich. Das macht den Einstieg bei simfy und die Nutzung unseres Services noch einfacher“, erklärt Christoph Lange, Gründer von simfy.

Selbst für diejenigen Musikfans, denen Downloads nicht reichen und weiter CDs oder Schallplatten kaufen, können solche Streamingportale eine große Hilfe sein. Wo sonst kann man so viele Songs entdecken und sich Anregungen für den nächsten Kauf von Tonträgern holen?

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
Kontakt: Webseite

8 Trackbacks & Pingbacks

  1. Ansehen - Adele beim ECHO 2011 im Fernsehen - live im Ersten | Bandscomeback
  2. Musikdownloads: Vielfältiges Angebot befeuert Nachfrage | Bandscomeback
  3. Musik konnte man früher in Metern messen | Bandscomeback
  4. Loewe Media Net: Millionen Songs von Napster am Fernseher anhören | Bandscomeback
  5. Entschleunigen mit Musik - warum sich alte Songs so gut eignen | Bandscomeback
  6. Warum 2x im Leben denselben Song hören? Die Auswahl so groß! | Bandscomeback
  7. Musik-Streaming-Dienst Rdio in Deutschland gestartet | Bandscomeback
  8. Music Nonstop - Streaming-Dienste können CD-Sammlung ersetzen

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Du die Website weiter nutzt, stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachte unsere Informationen zum Datenschutz! Link zum Datenschutzhinweis

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen