Gute Nachrichten für alle, die gerne Musik entdecken, alte und neue: Der deutsche Online-Streaming-Dienst simfy hat vor ein paar Tagen seinen Desktop-Client für alle User zur Verfügung gestellt. Bisher konnten nur die zahlenden Premium-Nutzer den Desktop-Player nutzen, alle anderen waren auf den Player im Browser angewiesen, der allerdings ebenfalls überzeugt. Außerdem ist das Repertoire um rund 2 Millionen Lieder auf nun mehr als 8 Millionen Songs erweitert worden.
Christoph Lange, CMO von simfy: “Wir wollten die Ersten sein, die den Service für alle möglich machen. Wir glauben fest an die Zukunft des Musikstreamings und wollen uns damit bei unseren treuen Nutzern bedanken sowie weitere Musikfans einladen, es einfach mal auszuprobieren.” Das Unternehmen bezeichnet sein Angebot als “eine Leistung, die in dieser Bandbreite konkurrenzlos ist”.
Premium-Service bleibt erhalten
Alle 8 Millionen Tracks habe ich seitdem beim Testen natürlich noch nicht hören können, aber bisher bin ich sehr zufrieden. Immerhin handelt es sich um ein Gratisangebot, dem man die eine oder andere Schwäche leichter nachsieht als einem Premium-Service. Aber ja, den Premium-Account für 9,99 Euro pro Monat gibt es noch. Die Premium-Mitgliedschaft erlaubt im Gegensatz zum Gratisangebot die Nutzung auf einem Android-Smartphone oder iPhone, die Auslandsnutzung und ist werbefrei. Zudem können nach wie vor nur Premium-User Titel aus dem Bestand von Warner Music hören. Bei Warner Music steht man kostenlosen Musikstreaming-Diensten generell kritisch gegenüber.
Player für Windows, Mac OS und Linux
Mein Eindruck vom Desktop-Player ist durchaus positiv, doch angesichts der vorbildlichen Browser-Lösung glaube ich nicht, dass ich künftig stets die Desktop-App verwenden werde. Um den Player einsetzen zu können, muss übrigens Adobe AIR auf dem Computer installiert sein, so wie beispielsweise auch für den beliebten Twitter-Client TweetDeck. Unterstützt werden neben Windows die Betriebssysteme Mac OS und Linux.
Die Gestaltung ähnelt auf verblüffende Weise der iTunes-Oberfläche. Die Ähnlichkeit hebt simfy in seinem Pressetext sogar als Plus hervor: “Der simfy Player ist besonders für iTunes-User interessant, denn gerade für sie ist die Bedienung intuitiv und erinnert stark an die Apple-Software – mit dem klaren Vorteil, dass alle Songs direkt per Stream zugänglich sind – legal und kostenlos! Dabei sind für alle Musikfreunde mit simfy über 8 Millionen Songs immer verfügbar und müssen nicht mühsam einzeln runtergeladen oder als Album käuflich erworben werden.”
Übersichtlich und leicht zu bedienen
Die Ähnlichkeit macht es zwar leicht, sich zurechtzufinden, doch für meinen Geschmack hätte es etwas mehr Eigenständigkeit sein dürfen. “Die 8 Millionen Songs werden komfortabel und schnell über Playlists direkt mit dem simfy Player verwaltet”, schreibt das Unternehmen. “Zusätzlich können durch Social-Networking-Funktionen Musikfans via Twitter, Facebook oder last.fm ihre Songentdeckungen ihren Freunden mitteilen. Klarer Vorteil für Premium-Nutzer bleiben allerdings weiterhin das erweiterte Songangebot sowie die mobilen Apps für Smartphones wie iPhone oder Android-Handys.”
Wer auf Überraschungen beim Musikkauf verzichten möchte, bekommt mit dem kostenlosen Player eine einfache und bequeme Möglichkeit, sich ganze Alben erst einmal in ansprechender Qualität online anhören zu können. Der Kauf von Musik wird durch solche Streaming-Dienste noch gezielter erfolgen, bin ich überzeugt. Durch die Möglichkeit, Millionen Lieder jederzeit in ganzer Länge über das Internet hören zu können, wird man den Kauf noch mehr auf die Musik fokussieren, die einem sehr gut gefällt. Den Rest hört man nur online.







Trackbacks/Pingbacks
[...] interessant ist momentan das wachsende Angebot an Streaming-Diensten wie in Deutschland beispielsweise simfy, wo inzwischen über 8 Millionen Songs zum individuellen Abruf größtenteils kostenlos zur [...]
[...] Ende des Monats angesetzt ist. Im Kopf behalten sollte man selbstverständlich, dass Auftraggeber simfy als Musik-Streaming-Portal die bisher genannten Ergebnisse sehr gelegen kommen. Ich bin zudem [...]