15 Millionen Songs auf iPhone, iPod touch, iPad und Android-Smartphones via Napster hören

Napster reagiert auf die veränderten Nutzungsgewohnheiten der Musikhörer und bietet für Besitzer eines iPhone, iPad, iPod touch oder Smartphone mit Android-Betriebssystem eine neue App mit vielen Funktionen und Zugriff auf 15 Millionen Lieder und Hörtexte an. Gleichzeitig gelten niedrigere Preise.

Logo: Napster
Logo: Napster

Über den Online-Musik-Service Napster hatten wir hier im Blog erst Mitte Mai berichtet. Neulich wurde Napster in das Web-Portal für internetfähige Fernseher der Marke Loewe integriert. Mit Beginn des neuen Monats wird in Deutschland eine neue App eingeführt, die neben dem Zugriff auf das riesige Musikarchiv und zahlreiche Hörbücher typische Funktionen des Musikangebots auf mobilen Endgeräten verfügbar macht.

Neue App beinhaltet Komfortfunktionen

Angesichts des riesigen Repertoires dürfte so gut wie jeder Musikfan einiges zu entdecken und noch mehr anzuhören haben. Neben den Major Labels sind hunderte kleine Labels mit ihren Musikkatalogen vertreten. Wer genau weiß, was er hören möchte, kann die Suchfunktion nutzen. „Über Zusatzfeatures wie die Funktionen AUTOMIX und MoodManager können sich Musik-Fans Titel vorschlagen lassen, die zum individuellen Musikgeschmack oder zur aktuellen Stimmungslage passen“, erklärt der Pressetext. Mehr als 100 durch den Anbieter zusammengestellte „Radio Channels“ und Playlisten ermöglichen ebenfalls die Vorauswahl eines ganzen Stapels an Liedern. Künstlerinterviews, Biografien und Diskografien runden den Service ab.

App von Napster
Grafik: Napster via openpr.de

Über die neue Funktionsweise schreibt das Unternehmen: „Die Napster Music-Flatrate + Mobile-User können Songs sowohl auf Computer und IP-basierte Endgeräte streamen als auch zusätzlich die Napster-App auf bis zu drei mobilen Endgeräte wie iPhone, iPad, iPod touch und Android Smartphones installieren und nutzen. Neben dem normalen Streaming erlaubt die App, dass Titel im AAC+ Format gespeichert und damit auch offline angehört werden können. Die jeweils 100 zuletzt abgespielten Songs werden automatisch gespeichert und aktualisiert, sobald erneut gestreamt wurde. Weitere Songs kann der User selbst auswählen und in Form von Playlists oder ganzen Alben innerhalb der App ablegen. Änderungen der persönlichen Musikzusammenstellung wie zum Beispiel neue Playlists werden automatisch auf alle eingesetzten Endgeräte des Users synchronisiert, unabhängig davon, ob diese per Smartphone, PC oder Home Entertainment System vorgenommen wurden.“ In einem YouTube-Video von ifun.de wird das sehr anschaulich demonstriert.

Eine mobile Napster-Nutzung war für Abonnenten früher schon möglich, doch statt auf kopiergeschützte Downloads setzt man jetzt auf Streaming. Das erlaubt zwar einen sehr flexiblen Musikgenuss auf mobilen Endgeräten. Von Nachteil ist jedoch, dass derzeit nur iPhone, iPod touch, iPad und Smartphones mit dem Betriebssystem Android unterstützt. Das ist ein Rückschritt.

Napster ist jetzt billiger

Erfreulich sind dafür die neuen, niedrigeren Preise für die Musik-Flatrates: Die einfache Musik-Flatrate ist statt für 9,95 Euro nun für 7,95 Euro zu haben. Für die mobile Nutzung zahlt man statt 14,95 Euro für das alte „Napster to go“ nur noch 12,95 Euro pro Monat. Entscheidet man sich für ein Jahresabo, wird es mit 79,95 Euro bzw. 129,95 Euro noch billiger; das gab es vorher ebenfalls nicht. Ein Kauf von Songs im MP3-Format, die man dann selbstverständlich ebenfalls auf allen möglichen Endgeräten hören oder auf CD brennen kann, ist ab 0,79 Euro je Lied möglich.

Bis Ende letzten Jahres war ich Napster-Abonnent und insgesamt sehr zufrieden mit dem Service. Angesichts der neuen Preise denke ich gerade darüber nach, wieder Abo-Kunde zu werden. Für Musikfans mit individuellem Geschmack sind Streaming-Dienste wie der von Napster sehr interessant.

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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4 Kommentare zu 15 Millionen Songs auf iPhone, iPod touch, iPad und Android-Smartphones via Napster hören

  1. tja, nur das lokale speichern der songs ist somit nicht mehr möglich –> damit schießt sich napster ins aus. es kann doch nicht sein, dass ich offline meine musik nicht mehr hören kann!? ebenso auf dem iphone: wer hat schon vokkommen unbegrenztes datenvolumen -bei den allermeisten nutzern ist ab einer bestimmten grenze schluss, dann wird die geschwindigkeit gedrosselt.

    also alles zusammen eine riesengroße mogelpackung, von wegen billiger….habe napster jetzt nach 2-jähriger nutzung deinstalliert. schade…

  2. Dem kann ich mich leider nur anschließen. Seit 5 Jahren bin ich Napster-Anwender und plötzlich wird – ohne Vorankündigung – einfach der Menüpunkt ‚Titel herunterladen‘ im PC-Programm von Napster deaktiviert. Selbst mit dem teuersten Tarif (Music Flatrate + Mobile) ist das nicht mehr möglich.

    Lächerlich auch, dass Napster nun das AAC-Format auf dem Smartphone nutzt, hatte sich der Napster-Chef doch vor einigen Jahren sehr kritisch dazu geäußert… Nun ja, die Zeiten ändern sich anscheinend und in diesem Fall war der vermeintliche Fortschritt eher ein Rückschritt.

    Übrigens: Streamen kann man nur bis 128kBit/s, während die bisherigen Downloads mit 192kBit/s kodiert waren. Somit qualitativ besser und offline nutzbar.

    Ich finde das alles auch sehr schade und hoffe, dass Napster diese Strategie noch überdenkt…

  3. Ich habe mich an den Napster Support gewandt. Man kann auch den alten Tarif für 10 € pro Monat behalten, mit dem man Songsauf dem PC speichern kann. Dabei kann man die App aber nicht nutzen.
    Wenn man die App verwenden und Lieder speichern möchte, muss man den Napster to Go Tarif wählen, der kostet rund 15 €.
    Ich werde wahrscheinlich zum Napster to Go Tarif wechseln. Die App ist wirklich gut gelungen und auf meinem alten iPod touch 2 G wesentlich schneller als das Desktopprogramm, bei dem sich Napster wirklich nicht mit Ruhm bekleckert hat.
    Außerdem höre ich gern zum Einschlafen ein Napster Hörbuch mit meinem iPod, da muss der Laptop jetzt nicht mehr dafür laufen :).
    Die App lässt sich ja auch im WLAN nutzen und Lieder dann auf dem Gerät offline speichern, somit ist auch die Datenrate kein großes Problem. Man kann sich ja schon bevor man das Haus verlässt ein Album auf das Gerät laden.

  4. @Mayo: Danke für Deinen Hinweis. Das werden sich bestimmt einige Nutzer gefragt haben.

    @mortimer und Manolito: Ich finde es auch sehr schade, dass Napster sich vom Download-Modell abwendet. Damit hatten sie der Konkurrenz etwas voraus.

    Das Problem war aber immer, dass (gefühlt) in 90 Prozent aller Berichte immer kritisiert wurde, dass die Dateien einen Kopierschutz haben und man sie nur hören kann, solange man das Abo bezahlt. Dass es sich dabei um eine besonders gute Form des Mietens von Musik handelt, ist wohl nicht bei genug Leuten angekommen.

    Streaming via Apps hat dagegen viele Freunde und wird allgemein positiv bewertet. Schade, aber aus der Sicht von Napster ist der Schritt wohl richtig.

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