28 Prozent der Internetuser in Deutschland nutzen Musik-Streaming-Services. Gratisangebote werden dabei klar bevorzugt. Bei den kostenpflichtigen Streaming-Diensten liegt simfy knapp vor Napster.
Bei den Zahlen, die media-control diese Woche zur Nutzung von Musik-Streaming-Diensten in Deutschland nennt, bin ich ein wenig unentschlossen, ob ich die Zahlen für recht hoch oder doch überraschend niedrig halten soll. Ich tendiere dazu, von der Zahl der Nutzer enttäuscht zu sein.
72 Prozent nutzen noch gar kein Musik-Streaming-Angebot
Immerhin nutzen 72 Prozent der Onliner hierzulande noch gar keine Streaming-Angebote für Musik. Natürlich ist nicht jeder Internetnutzer ein Musikfan, manchem reicht halt, “was so im Radio läuft”, um seinen Musikgeschmack zu definieren. Aber: Musik spielt bei den Internetnutzern schon lange eine sehr große Rolle, ein geringes Interesse am Musikhören kann also nicht der Grund sein. Musikdownloads sind gefragt wie nie zuvor. Und jeder dritte Internetnutzer kauft Musik im Netz.
Selbst wer Musik lieber von CD oder Schallplatte hört, kann über diese Dienste doch zumindest neue Musik entdecken oder ein Album vor dem Kauf online testen. Wieso ist dann noch nicht einmal jeder dritte Internetnutzer dabei?
Von legal und kostenlos bis legal und günstig
Die untersuchten Anbieter von Musik-Streams machen legale Angebote, bei denen die Musikfirmen zwar nicht viel, aber immerhin etwas Geld verdienen. Die Musikindustrie steht dem Streaming von Musik nicht zuletzt deshalb aufgeschlossen gegenüber, weil man dort hofft, User so von illegalen Angeboten fernhalten zu können.
75 Prozent derjenigen, die Musik-Streams online hören, beschränken sich auf kostenlose Dienste, 19 Prozent nutzen sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Angebote. Lediglich 6 Prozent greift allein auf entgeltpflichtige Musik-Streams zurück. In dieser Gruppe liegen drei Anbieter deutlich vorn: An der Spitze steht mit 34 Prozent Marktanteil simfy, gefolgt von Napster mit 30 Prozent und Musicload mit 27 Prozent. “Der schwedische Anbieter Spotify, der hierzulande offiziell noch nicht gestartet ist, erreicht rund sieben Prozent”, schreibt media-control. Die von SONY betriebene Plattform Qriocity bringt es erst auf 2 Prozent. Allerdings ist das Musikangebot “Music Unlimited” erst Anfang des Jahres in Deutschland gestartet.





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[...] dass viele Onliner vor allem einfach und schnell an Musik, Videos und Software gelangen wollen. Kostenlose legale Angebote können als Alternative zu Raubkopien daher besonders leicht die Internetnutzer [...]