Am Donnerstag strahlt VOX eine Dokumentation über Amy Winehouse aus, am Samstag zeigt THE BIOGRAPHY CHANNEL ein Portrait der letztes Wochenende verstorbenen Soulsängerin.
Eigentlich wollte ich anlässlich des Todes von Amy Winehouse gar nichts schreiben, nicht nur weil ihr Tod durch die Medien schon viel zu sehr ausgeschlachtet wurde. Es ist nicht zuletzt die gierige mediale Öffentlichkeit, die es Musikstars und anderen Promis mit Problemen stark erschwert, ihr Leben in den Griff zu bekommen.
Aufmerksamkeit ist entscheidend
Mit welchen Methoden im Kampf um Auflagen, Quoten und Klicks nicht wenige Medien arbeiten, ist durch den aktuellen Skandal um die inzwischen eingestellte britische Boulevardzeitung “News of the World” hoffentlich mehr Menschen klar geworden. Doch der harte Konkurrenzkampf um die flüchtige Aufmerksamkeit des Publikums ist schon schmutzig genug, wenn keine Gesetze verletzt werden.
Wer wie Amy Winehouse ernsthafte Probleme mit Alkohol und Drogen hat, liefert immer wieder Stoff für neue Storys. Für den Künstler als Menschen mag das ein Fluch sein, doch für den Künstler als Produkt ist das großartig. Skandale halten ihn im Gespräch, machen ihn interessant, Aufmerksamkeit ist (fast) alles! Bis zum Finale: Von 2Pac über Michael Jackson bis jetzt zu Amy Winehouse – die Todesnachricht lässt die Verkaufszahlen explodieren, der Musiker erhält Kultstatus.
Qualität bleibt Qualität
Mit ausreichend medialer Aufmerksamkeit lässt sich alles verkaufen, im Bereich Musik wird das Staffel um Staffel bei schlechten TV-Castingshows demonstriert. Die Karriere von Amy Winehouse fußte jedoch auf einem soliden Fundament: Talent. Mit ihren Songs vermochte sie anspruchsvolle Musikfans zu begeistern, mich eingeschlossen. Als Trend halte ich Retro Soul für fragwürdig, aber ich bin Soulfan und lasse mir die Freude an einem Musikstil nicht dadurch verderben, dass er gerade hip ist.
So sehr mir missfällt, wie der Tod von Amy Winehouse von Massenmedien ausgeschlachtet wird, für die die Künstlerin sonst kein oder höchstens dann ein Thema war, wenn ihr Leben einen neuen Tiefpunkt erreicht hatte – gar nicht zu berichten wäre keine gute Alternative. Daher weisen wir hier auf zwei Sendungen im Fernsehen hin, die sich mit Amy Winehouse beschäftigen, ein einstündiges Künstlerportrait und eine Dokumentation.
Biografie auf BIO und Maxdome
Der in zahlreichen Pay-TV-Paketen verbreitete, aber dennoch eher wenig bekannte Fernsehsender THE BIOGRAPHY CHANNEL wird am Samstag um 19 Uhr ihre Biografie zeigen: “BIO kehrt in der einstündigen Dokumentation zurück zu den Wurzeln und Anfängen von Amy Winehouse und porträtiert die Geschichte der Sängerin mit der auffälligen Frisur und dem großen Talent”, heißt es im Pressetext. Hier habe ich ein gutes Gefühl, da ich mir schon andere Biografien auf diesem TV-Sender angeschaut habe.
Wer THE BIOGRAPHY CHANNEL nicht empfangen kann, muss auf das Künstlerportrait nicht verzichten: Die Onlinevideothek Maxdome nimmt die Amy Winehouse-Biografie ebenfalls in ihr Angebot auf. Dort ist sie übrigens jetzt schon abrufbar, wer sie sehen möchte, muss also nicht bis Samstagabend warten.
VOX zeigt Dokumentation
Der private Free-TV-Sender VOX zeigt am Donnerstag um 22 Uhr die Dokumentation “Das Leben und Sterben der Amy Winehouse”, in der ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen beleuchtet werden soll. Die Dokumentation “zeichnet die Karriere einer Ausnahmekünstlerin nach, wirft einen Blick auf ihr Umfeld, ihr Leben in London, ihre turbulente Ehe mit Blake Fielder-Civil und die traurigen Schlagzeilen, die Amy Winehouse durch Drogen- und Alkoholexzesse immer wieder ins Gespräch brachten”, informiert der Pressetext.
Hier bin ich schon skeptischer, was den Stil angeht. Allerdings wird ein Großteil der Sendezeit mit dem Familienporträt “My Daughter Amy” gefüllt, das schon letztes Jahr produziert, aber nun erstmals in Deutschland gezeigt wird. Der Titel erklärt sich aus dem Konzept der Dokumentation, die ihren Ausgangspunkt beim Vater der Künstlerin, Mitchell Winehouse, hat.
Der Sender schreibt: “Die Dokumentation ‘My Daughter Amy’ aus dem Jahr 2010, für die Produzent Richard Hughes Mitchell Winehouse ein Jahr lang begleitete, zeigt Soulsängerin Amy Winehouse in einer Zeit, in der sie am Scheideweg steht. Als sie versucht, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen und zu beweisen, dass ihr ihre Lieben, die Plattenfirma, die Musik und die Fans wichtiger sind als Drogen und Alkohol. Ein außergewöhnliches Porträt einer Ausnahmekünstlerin aus der Sicht ihres Vaters, die mit ihrer Musik, ihrem Soul und ihrer Stimme, die Menschen berührte.”







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[...] extremen Nachfrageschub bbei den Song-Downloads aus. Der TV-Sender VOX zeigte am Donnerstag eine Dokumentation über die letztes Wochenende verstorbene Soulsängerin und erzielte damit gute [...]
[...] konnte dem neuen Album der dieses Jahr verstorbenen Amy Winehouse nicht passieren. Ungeachtet übermäßigen medialen Aufmerksamkeit, den die britische Soulsängerin anlässlich ihres Todes erhielt, [...]
[...] halte, habe ich letztes Jahr bereits im Zusammenhang mit dem Tod von Amy Winehouse einiges hier im Blog geschrieben. Ich fürchte, es wird in den nächsten Tagen noch einige Sondersendungen im Fernsehen [...]