Mehr Umsätze bei Streaming und Download von Musik

BCB Logo hellIm digitalen Musikmarkt legten zuletzt besonders Streaming-Anbieter deutlich zu. Ebenfalls gestiegen ist die Nachfrage bei Kauf-Downloads. Mit Abstand am wichtigsten bleibt jedoch der CD-Verkauf.

Wer Musik hören möchte, hat heute zahlreiche Möglichkeiten dafür. Physische Tonträger zu kaufen ist nur noch eine davon. Wie der Bundesverband Musikindustrie mitteilt, wuchsen in der ersten Jahreshälfte die Umsätze sogenannter Online Subscription Services um 21,4 Prozent. Gemeint sind kostenpflichtige Abo-Dienste wie Napster, Musicload Nonstop und Simfy Premium, die mit denen sich Millionen Songs über das Internet auf verschiedenen Geräten anhören lassen, nicht allein am PC, sondern etwa auch mittels Apps auf Smartphones. Sogar auf manchen Fernsehern sind solche Dienste schon nutzbar.

11,5 Prozent der Umsätze durch Streaming-Services

Bei durch Werbung finanzierten Streaming-Angeboten wie Clipfish und MyVideo stiegen die Umsätze im ersten Halbjahr sogar um 64,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Insgesamt entfielen auf Streaming-Dienste 11,5 Prozent der Umsätze im digitalen Musikgeschäft. Trotz hoher Wachstumsraten ist ihr Anteil also noch gering. Der Hauptanteil der Umsätze im digitalen Musikvertrieb liegt bei den Kauf-Downloads. Mit einzelnen Songs und Alben wurden im Download-Segment 26,9 Prozent höhere Umsätze erreicht.

Insgesamt betrug das Plus im digitalen Musikmarkt 19,3 Prozent, das Bezahlen für digitale Medieninhalte ist für viele Internetnutzer also nicht mehr ungewöhnlich. Das Digitalgeschäft sorgte zwischen Januar und Juni dennoch erst für 17,2 Prozent der gesamten Umsätze beim Musikverkauf (Daten basierend auf der offiziellen BVMI-Marktstatistik, ermittelt durch media control/GfK).

Großes Angebot im deutschen Markt

„Die Downloadportale erfreuen sich wachsender Beliebtheit, was für uns natürlich ein sehr gutes Zeichen ist“, so Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, und führt fort: „Auch Abomodelle und werbefinanzierte Streams werden immer häufiger von den Usern nachgefragt. Gerade der Blick nach Skandinavien zeigt, dass es richtig ist, diese Angebote weiter voranzutreiben.“ Er betonte, dass die deutschen Nutzer mit inzwischen fast 70 legalen Online-Musik-Services  eine gute Auswahl mit passenden Angeboten für verschiedene Vorlieben hätten. Deutschland liege damit im internationalen Vergleich sehr weit vorne.

Das Ende der CD ist dennoch nicht abzusehen, wenngleich die Umsätze mit physischen Tonträgern um 5 Prozent auf 82,8 Prozent sanken. Interessant: Während die CD-Umsätze um 4,2 Prozent zurückgingen, stiegen die Umsätze mit Schallplatten um 17,4 Prozent. Der prozentual starke Anstieg ändert jedoch nichts daran, dass Schallplatten mit bloß 1 Prozent Anteil an den Umsätzen im Gesamtmarkt nur noch ein Nischenprodukt sind. Physische und digitale Produkte zusammen sorgten in der ersten Jahreshälfte für etwa 650 Millionen Euro Umsatz, was gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 ein Minus von 1,5 Prozent bedeutet.

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
Kontakt: Webseite

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Du die Website weiter nutzt, stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachte unsere Informationen zum Datenschutz! Link zum Datenschutzhinweis

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen