Cloud-Musikdienste – wie findet man den richtigen?

Für welchen Cloud-Musikdienst soll ich mich entscheiden? Zu dieser Frage möchte ich eine aktuelle Leseempfehlung aussprechen und Denkanstöße liefern.

Das Streaming von Musik bzw. entsprechende Anbieter mit Millionen Titeln ermöglichen nicht nur ständig neue Entdeckungen und somit eine wirkliche Erweiterung des eigenen musikalischen Horizonts. Die eigene Sammlung in die „Cloud“, also auf einen Onlinespeicher zu bringen, ist ebenfalls eine interessante Möglichkeit. Damit ist sie nämlich über verschiedene Endgeräte und nicht zuletzt auch außer Haus über eine Internetverbindung zugänglich.

Musik aus der Cloud ist Titelthema der c’t

Musik aus der Cloud - so lautet der Titel der aktuellen c't
Musik aus der Cloud - so lautet der Titel der aktuellen Ausgabe der c't

Beide Arten von Angeboten werden in einem großen Artikel in der aktuellen Ausgabe des Computermagazins c’t beschrieben und miteinander verglichen. Zwölf verschiedene Cloud-Musikdienste werden vorgestellt. Ich habe ihn gelesen und möchte ihn besonders denjenigen als Lektüre empfehlen, die sich noch nicht so intensiv mit dem Streaming von Musik befasst haben und eine Entscheidungshilfe benötigen. Besonders die Tabelle, in der die wichtigsten Daten zu den verschiedenen Anbietern übersichtlich zu finden sind, dürfte der Entscheidungsfindung zuträglich sein.

Früher sprach man nicht von Cloud-Diensten, aber das Speichern von „eigener“ Musik im Netz ist schon relativ lange möglich. Abos, die gegen Gebühr das Hören von einigen Millionen Songs ermöglichen, sind dagegen in Deutschland eine recht junge Erscheinung. International bekannte Anbieter wie Spotify oder Pandora sind in unserem Land leider nicht verfügbar.

Endlich gute Angebote für Deutschland

Seit dem letzten Jahr gibt es mit simfy indes eine deutsche Alternative, die zudem technisch, preislich und von der Auswahl her zu überzeugen vermag. Letztes Jahr neu gestartet ist Music Unlimitted im Sony Entertainment Network (ehemals Qriocity), für das inzwischen eine App für Android-Smartphones und seit diesem Monat auch eine App für Android-Tablets erhältlich sind. Media-Saturn startete erst vor einigen Wochen unter dem Namen Juke einen eigenen Musik-Streaming-Dienst. Länger gibt es schon Musicload Nonstop, hinter dem die Deutsche Telekom steht.

Napster hat dieses Jahr auf Streaming umgestellt, bot aber schon einige Jahre eine Musik-Flatrate in Form DRM-geschützter Dateien an. Das war eigentlich ein sehr gutes Angebot, doch für kopiergeschützte Musik wollten viele keine Miete zahlen – obwohl man damit sehr flexibel war und der Download gegenüber dem Streaming einige Vorteile bietet. Demgegenüber gibt es für Musik-Streaming-Anbieter geradezu eine Begeisterung, wenngleich viele Nutzer kostenlose Streams bevorzugen.

Offline-Modus

Unabhängig von einzelnen Endgeräten die Musik über das Netz zu hören, ist für viele Musikfans attraktiv.  >> Einmal alle Musikdateien in die Wolke geschoben, können sie – Internetverbindung vorausgesetzt – von PC, Smartphone oder Tablet jederzeit abgerufen werden<<, heißt es in in der Pressemitteilung zum aktuellen c’t-Titelthema. >>Spannend wird es, wenn die Cloud-Dienste neben ihrer reinen Speicherfunktion auch ein kommerzielles Streaming-Angebot mit Millionen Songs in petto haben.<<

„Hier zeigen sich dann auch die größten Unterschiede zwischen den Diensten“, erklärt c’t-Redakteur Sven Hansen. Eine große Auswahl bieten zwar alle diese Streaming-Portale, doch ob ein Streaming-Dienst einige Millionen Songs mehr oder weniger im Repertoire hat, ist dennoch wichtig, wenn man abseits des Mainstreams im eigenen Lieblingsgenre eine gute Auswahl vorfinden will.

Erst wenig bekannt ist hierzulande eine Funktion, die vorhandene Musiksammlung des Users zu scannen und diese Songs automatisch für das Streaming freizugeben. „In den USA sind solche Angebote bereits weit verbreitet. In Deutschland hingegen gibt es derzeit erst einen Cloud-Musikdienst, der solch einen Abgleich anbietet“, so Hansen.

Bei technischen Unterschieden genau hinsehen

Welcher Cloud-Musik-Service für einen selbst der beste ist, hängt nicht zuletzt von technischen Dingen ab. „Apps für die Betriebssysteme Android und iOS zur mobilen Nutzung der Cloud haben fast alle im Angebot“, hebt Hansen ein wichtiges Kriterium hervor. Für Smartphones mit anderen Betriebssystemen ist die Auswahl geringer. Software, mit der man aus dem Streaming-Angebot  Playlists für den Offline-Betrieb erstellen kann, gibt es auch nicht überall. In Gebieten mit schlechter Netzabdeckung oder bei Auslandsaufenthalten ist das wichtig.

Welche Endgeräte man zum Musik hören verwenden möchte, dürfte meistens damit zusammenhängen, welche dieser Geräte man schon besitzt bzw. demnächst kaufen möchte. Die preislichen Unterschiede würde ich bei der Anbieterwahl nicht so stark gewichten. Zuerst einmal muss die Leistung stimmen, auf ein paar Euro mehr oder weniger im Monat sollte es nicht ankommen.

Sparen kann man nämlich an einer anderen Stelle: beim Kauf von Musik. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das Bedürfnis, Alben oder Einzeltitel zu besitzen, stark abnimmt, wenn einem erst einmal Millionen Lieder auf Abruf zur Verfügung stehen. Kauft man nur noch die bestens Songs bzw. Alben, kann sich das Abo einer Musik-Flatrate sogar in finanzieller Hinsicht lohnen. Pro Monat muss man ungefähr so viel wie für den Kauf einer CD ausgeben. Lange binden muss man sich in der Regel nicht, sondern kann ein solches Abo monatlich kündigen.

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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