Im Internet Musik hören schon bei 20 %

BCB Logo hellIm Internet Musik hören macht schon ein Fünftel der täglichen Musiknutzung aus, zeigt eine aktuelle Studie. Streaming-Dienste wie simfy, Spotify, Napster und Rdio bekamen in letzter Zeit zwar sehr viel mediale Aufmerksamkeit, doch werden sie noch längst nicht so stark genutzt.

Eine vom Bundesverband Musikindustrie (BVMI) e. V. gemeinsam mit dem Institut für Marketing und Medien der Universität Hamburg im Januar durchgeführte Online-Befragung von 6.800 Teilnehmern zeigt, welchen Stellenwert dem Streaming von Musik derzeit zukommt. Ein knappes Fünftel der Zeit, die für das Hören von Musik in Deutschland täglich aufgewendet wird, entfällt auf Angebote aus dem Netz.

Internetradios und Musikportale hoch im Kurs

Besonders Portale mit Musikvideos sowie Webradios werden intensiv genutzt. Musikvideos und Internetradios kommen jeweils auf 8 Prozent der Zeit für täglichen Musikkonsum in Deutschland. Musik-Streaming-Dienste, die sich über Abos oder Werbung finanzieren, werden dagegen noch erstaunlich wenig in Anspruch genommen: Auf sie entfallen gerade einmal 2 Prozent des täglichen Musikhörens.

Der Anteil dieser Musik-Streaming-Services wird sich nach Einschätzung des BVMI allerdings in Zukunft stark erhöhen. Anfang des Jahres sind einige neue Anbieter gestartet, die Auswahl ist jetzt deutlich größer. Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Musikindustrie e. V.: „Die Streaming-Dienste eröffnen spannende neue Konsumwelten für Musik, die vor allem für digital affine und webaktive Menschen besonders attraktiv sind. Darüber hinaus bieten sie gerade auch denjenigen, die sich bislang häufig umsonst illegal mit Musik im Netz versorgt haben, eine Brücke zum legalen Musikkonsum im Internet.“

Streaming-Dienste als günstige, legale Alternative

Dafür spricht, dass es vielen Nutzern, die sich Musik illegal besorgen, nicht primär darum geht, Musik kostenlos herunterzuladen, sondern kostenlos zu hören. Dank Apps für Smartphones, Tablet-Computer und beispielsweise Fernseher lassen sich die Angebote der Musik-Streaming-Portale ziemlich flexibel nutzen, wenngleich dann in der Regel doch eine geringe monatliche Gebühr zu zahlen ist. Für rund 10 Euro pro Monat auf viele Millionen Songs in guter Qualität bequem zugreifen zu können, hat allerdings einen großen Reiz.

Noch entfällt der größte Teil der in Deutschland gehörten Musik allerdings auf Songs, die man auf Tonträgern oder in Form von Musikdateien besitzt. Interessant: Mit 28 Prozent gegenüber 20 Prozent hat das Anhören von Audiodateien das Anhören von Tonträgern wie CDs schon deutlich überholt. Noch mehr Zeit entfällt mit 34 Prozent auf das Hören von Musik über herkömmliche Verbreitungswege (also nicht über das Internet, sondern als Rundfunk).

Wie hört Ihr Musik? Bei mir kommt das Internet auf mehr als 95 Prozent des Zeitbudgets für das Musikhören – rechnete man über IPTV empfangene Musik-TV-Sender noch dem Internet zu, wären es fast 100 Prozent.

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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