Musik im Internet – so beliebt ist Streaming in Deutschland

BCB Logo hellBald jeder zweite Internetnutzer in Deutschland hört über legale Angebote online Musik. Wenn es um das Streaming von Musik geht,  sind kostenlose Angebote deutlich beliebter als kostenpflichtige. Was die meisten von Euch bestimmt schon vermutet haben, wird durch eine repräsentative Erhebung des Instituts Aris im Auftrag des BITKOM bestätigt.

Jeder neunte Nutzer bezahlt für Lieder aus dem Internet. Insgesamt hören 47 Prozent der deutschen Onliner legal Musik aus dem Netz. Dabei dominieren Streaming-Dienste, also Angebote, bei denen die Audiodateien nicht dauerhaft auf dem Computer (oder einem anderen Endgerät) gespeichert werden, sondern die Übertragung nur zum einmaligen, direkten Anhören erfolgt.

Streaming-Portale mit großer Zukunft?

Ein großes Thema sind seit etwa einem halben Jahr Streaming-Portale, die gegen ein geringes monatliches Entgelt (ab etwa 5 Euro) oder werbefinanziert den Zugriff auf mehrere Millionen Lieder ermöglichen. Wer ein solches Angebot außerdem auf seinem Smartphone oder Tablet-Computer nutzen möchte, muss stets zahlen (rund 10 Euro pro Monat). In solchen Streaming-Portalen wie simfy, Spotify, Rdio, Napster oder beispielsweise Music Unlimited sieht der BITKOM großes Potenzial.

Noch werden sie allerdings gar nicht so intensiv genutzt, wie man angesichts der umfangreichen Berichterstattung in Online-Medien annehmen könnte. Seit wenigen Wochen werden die Abrufe in großen Streaming-Portalen sogar für eine neue Kategorie von durch media-control erhobene Charts ausgewertet.

Kostenloses Streaming

Für die kostenpflichtigen Dienste dieser Art geben gerade mal 3 Prozent der deutschen Onliner Geld aus. In Kauf-Downloads investieren immerhin bereits 10 Prozent der Internetnutzer. Gratis-Angebote – zu denen auch Streams von Radiosendern sowie Videoportale wie YouTube, MyVideo, vimeo und Clipfish zählen – werden dagegen von 41 Prozent der Onliner in Deutschland in Anspruch genommen.

„In den vergangenen Jahren hat der Online-Musikmarkt deutlich zugelegt“, erläutert BITKOM-Präsident Prof. Dieter Kempf. „Günstige Angebote für Songs haben dazu beigetragen. Auch die Zahl legaler Gratis-Angebote wächst, teils durch von Nutzern eingestellte Inhalte auf großen Web-Plattformen. Zudem machen innovative Streaming-Dienste den Online-Musikmarkt immer attraktiver.“

Es war nie besser!

Und wie! Als Musikfans leben wir in einer großartigen Zeit: Es ist so einfach, Musik im Internet zu hören. Jeder noch so individuelle Musikgeschmack kann hier bedient werden. Davon profitieren besonders Musikhörer, die genau wissen, was sie wollen. Gleichzeitig liegt die Schwelle zum Reinhören in unbekannte Lieder und dem Ausprobieren von Musikrichtungen, von denen man noch gar nicht weiß, dass sie einem gefallen, extrem niedrig.

Zu entdecken gibt es nicht nur die Musik von Newcomern, Musik im Internet zu hören kann ebenso eine Reise in die Vergangenheit sein. Während viele Radiosender nur die „größten Hits“ der 70er, 80er und 90er in ihre Playlisten einbauen, warten online die B-Seiten, unbekannte Tracks von Alben und damals unveröffentlichtes Material auf Hörer.

Wer von Euch nutzt Streaming-Angebote für Musik? Welches legale Angebot könnt Ihr besonders empfehlen?

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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