Mehr als jeder Vierte kauft Download-Musik

BCB Logo hellMusik in digitaler Form zu kaufen, setzt sich weiter durch. Schon mehr als jeder vierte Bundesbürger gibt für Musik-Downloads Geld aus – allerdings nicht besonders viel.

Die meisten Deutschen bevorzugen beim Musik-Kauf weiterhin physische Tonträger, doch Musikdateien zu kaufen – meistens im Format MP3 – ist inzwischen weit verbreitet: 26 Prozent kaufen in Download-Shops. Diese Zahl nennt heute der Hightech-Verband BITKOM als ein Ergebnis einer repräsentativen Umfrage.

Kein Nischenangebot mehr, aber noch nicht der Normalfall

Zur festen Gewohnheit geworden ist der digitale Musik-Kauf allerdings erst weit weniger Menschen. >>16 Prozent der Kunden von Download-Shops kaufen regelmäßig Musik online. Das entspricht knapp 3 Millionen Deutschen<<, heißt es in der Presseinfo. Im Auftrag des BITKOM wurden durch das Meinungsforschungsinstitut Forsa 1.003 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Auffällig ist jedoch, dass Männer und Frauen das digitale Musikangebot unterschiedlich gut annehmen: Mit 34 Prozent kauft mehr als jeder dritte Mann in Deutschland Musikdateien online, aber mit einem Wert von 18 Prozent nutzt weniger als jede fünfte Frau die Möglichkeit zum Musik-Kauf in Download-Shops.

„Das Geschäft mit Musikdownloads und -Streams ist aus der Nische herausgekommen und sorgt inzwischen für nennenswerte Umsätze der Musikindustrie“, sagt Dr. Christian P. Illek vom BITKOM-Hauptvorstand. „Musikdateien lassen sich mittlerweile auf nahezu jedem Gerät abspielen: auf klassischen MP3-Playern, Smartphones und Tablet Computern sowie immer mehr Stereoanlagen und Autoradios.“

Viel Geld lassen die Deutschen allerdings nicht in den Download-Shops für Musik. Käufer von Musikdateien geben pro Monat durchschnittlich 7,50 Euro aus. Fast jeder dritte Käufer (32 Prozent) lässt sich den Einkauf in Musik-Downloadshops monatlich nur zwischen 3 und 5 Euro kosten. Ein Fünftel der Digital-Musik-Käufer investiert dafür jeden Monat immerhin zwischen 6 und  10 Euro. Einer von sieben (15 Prozent) kauft für mehr als 10 Euro pro Monat online Musikdateien. „Das Digitalgeschäft wird für die Musikindustrie künftig ähnlich wichtig wie der Verkauf von CDs und Musik-DVDs.“

Ob das so weiter geht?

Wenn das mal kein Irrtum ist! Ich vermute, dass der Kauf von Musik in Zukunft die Ausnahme sein wird. Kaufen werden die Menschen nur noch, was ihnen besonders am Herzen liegt. Für den ganzen großen Rest reicht ihnen das Streaming von Musik. Die Musik aus einem Streaming-Abo kann man zwar nur für die Dauer des Abos nutzen, doch dafür hat man vom ersten Tag an Zugriff auf Millionen von Titeln.

Zudem ist Streaming komfortabler, weil man nicht Dateien auf verschiedene Endgeräte kopieren muss, sondern sie auf allen kompatiblen Endgeräten sofort zur Verfügung hat. Insofern ergibt es Sinn, wenn Download-Shops damit beginnen, gekaufte Titel zusätzlich als Stream zur Verfügung zu stellen. Und dann gibt es natürlich noch die Möglichkeit, die eigene Musiksammlung über einen Cloud-Service zu streamen.

Kauft Ihr noch Musik CDs und Schallplatten, bevorzugt Ihr Kauf-Downloads, oder nutzt Ihr lieber ein Streaming-Abo?

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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