Ein Jahr deutsche Streaming-Charts

BCB Logo hellIm Mai vorigen Jahres führte media control die Streaming-Charts ein. Zum einjährigen Jubiläum wächst die Zahl der teilnehmenden Streaming-Plattformen auf acht. Meistgehörter Künstler ist bislang Cro.

Für wenig Geld Millionen von Songs anhören zu können, findet immer mehr Fans. Daher reagierte media control letztes Jahr und führte im Mai 2012 als nach eigenen Angaben erster Anbieter in Europa plattformübergreifende Streaming-Charts ein. Zuerst wurde nur eine Top 20 der meistgehörten Lieder aufgestellt, doch schon im Juli wurde die Top 20 auf eine Top 100 erweitert. >>Damit ermöglicht sie ein noch genaueres und umfangreicheres Abbild dieses Marktsegments<<, erklärte media control anlässlich der Vergrößerung.

Cro ist der König der Streaming-Charts

Schon damals zeigte sich, wie beliebt Cro bei den Streaming-Musikhörern ist: Nach Veröffentlichung seines Debütalbums „RAOP“ war der Newcomer insgesamt 31 Mal in den deutschen Charts vertreten, wobei die deutschen Streaming-Charts mit 16 Tracks mehr als die Hälfte dieser Positionen ausmachten. Das war kein Strohfeuer, seine Songs waren nicht nur kurzfristig beliebt. Seit Einführung der deutschen Streaming-Charts vor einem Jahr wurden für keinen anderen Musiker so viele Stream-Abrufe wie für Cro gezählt. Die Plätze zwei und drei belegen Macklemore und David Guetta.

In die Auswertung einbezogen werden nur Abrufe von mindestens 30 Sekunden – kurzes Reinhören (und vielleicht doch nicht so gut finden) verfälscht die Streaming-Charts somit nicht. Zum einjährigen Geburtstag der deutschen Streaming-Charts erhöhte sich die Zahl der teilnehmenden Musikstreaming-Plattformen auf acht, womit die Datenbasis in Zukunft breiter und die Ergebnisse aussagekräftiger sind.

Mit dabei sind jetzt folgende Plattformen: Deezer, Juke, Musicload, Napster, Simfy, Spotify, Wimp und XBox Music. media control Geschäftsführerin Ulrike Altig wertet den Zuwachs als Beleg für die Bedeutung dieser Hitliste: „Die Streaming-Charts sind eine wichtige Ergänzung unseres Portfolios und ein unverzichtbares Marktbarometer für die Branche. Bei der Analyse, ob ein Künstler langfristigen Erfolg hat, wie er im Vergleich zum Download abschneidet und welche Songs aus seinen Alben besonders gut ankommen, führt kein Weg an den Streaming-Charts vorbei.“

Mit mehr als einem Song in den Charts

Derzeit sind zahlreiche Künstler gleichzeitig mit mehreren Liedern in den Streaming-Charts vertreten: US-Rapper Macklemore ist mit sechs Tracks besonders präsent, The Black Eyed Peas-Sänger will.i.am immerhin mit fünf Songs. Die Alternative-Band Imagine Dragons bringt es derzeit auf vier Titel in den deutschen Streaming-Charts.

Ganz alleine ist aber kaum jemand, der oben steht, meistens sind Gäste auf den Tracks zu hören: „Can’t Hold Us“ von Macklemore & Ryan Lewis feat. Ray Dalton (Platz 1), „Get Lucky“ von Daft Punk feat. Pharrell Williams (Platz 3), „I Need Your Love“ von Calvin Harris feat. Ellie Goulding (Platz 4) und „Thrift Shop“ von Macklemore & Ryan Lewis feat. Wanz (Platz 5). Nur die Imagine Dragons finden sich mit ihrem aus der Werbung zum Spiel „Assasin’s Creed 3“ bekannten „Radioactive“ an zweiter Stelle ohne zusätzliche Unterstützer. Aber die sind als Band allein schon zu viert…

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
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