Musikstreaming gewinnt schnell an Gewicht

BCB Logo hellEine goldene Zukunft wird dem Streaming von Musik immer wieder vorhergesagt. Die aktuellen Zahlen aus der Branche scheinen das zu bestätigen, wenngleich die sehr hohen Umsatzsteigerungen auf niedrigem Niveau erfolgen.

Wie der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) mitteilt, stiegen die Umsätze mit „abonnementbasierten Audiostreaming-Diensten“ in der ersten Hälfte des Jahres um 137 Prozent. Nicht zum ersten Mal gab es hier starke Zuwächse, der Trend ist also eindeutig.

Der Umsatzanteil der Streaming-Portale nimmt sich indes weiter bescheiden aus. Premium- und Freemium-Dienste für Musikstreaming trugen vorläufigen Hochrechnungen zufolge zwischen Januar und Juni 3,2 Prozent zum Gesamtumsatz bei, das allermeiste Geld kommt weiter aus dem Verkauf von Tonträgern und Download-Musik. Mit dem Sprung von 1,3 Prozent auf einen Umsatzanteil von 3,2 Prozent binnen eines Jahres erreicht das Streaming-Geschäft jedoch eine Größe, die nicht mehr nur unter „und das gibts halt auch noch“ läuft.

20 Anbieter zur Auswahl

Musikstreaming findet nicht allein immer mehr User, die Zahl der Anbieter nimmt ebenfalls zu. Voriges Jahr im September zählte der BVMI zwölf in Deutschland aktive Anbieter. Jetzt sind es rund 20 lizenzierte Audiostreaming-Dienste, die Musikflatrates offerieren. Die meisten lassen sich zwar eine Weile kostenlos ausprobieren, verlangen dann aber eine monatliche Gebühr in Höhe von etwa 5 Euro für den Zugriff über den Computer und 10 Euro bei zusätzlicher Nutzung über mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablet-Computer. Einige Streamingportale bieten eine Auswahl von mehr als 20 Millionen Liedern.

Das heißt zwar nicht, dass es im Repertoire keine Lücken gäbe, aber die Auswahl ist so oder so überwältigend groß. Eine aktuelle Liste lizenzierter Streaming-Dienste findet Ihr unter www.pro-music.org. Übrigens: In der Juli-Ausgabe der Zeitschrift „test“ von Stiftung Warentest gibt es einen ausführlichen Test von neun dieser Streamingdienste. Wer gerade ins Thema Musikstreaming einsteigt, findet unter www.musikindustrie.de/10-fragen-musikstreaming Antworten auf zehn häufig gestellte Fragen.

Alternative zu illegaler Nutzung

Dr. Florian Drücke, Geschäftsführer des BVMI, kommentiert die gute Entwicklung bei Musikstreaming so: Der aktuelle Wachstumsschub zeigt einmal mehr, dass das Musikstreaming momentan zu Recht als ein Trend der Stunde wahrgenommen wird. Mit ihrem speziellen Musikangebot haben die neuen Services vor allem auch das Potenzial, neue Zielgruppen für den legalen Musikmarkt zu gewinnen – neben denen, die sich bislang vorrangig illegal versorgt haben, auch die anderen zahlreichen ‚Nichtkäufer‘ von Musik, die immerhin knapp 64 Prozent der Deutschen ausmachen. Die neuen Dienste regen dazu an, insgesamt mehr Musik zu hören und vermehrt auch neue Künstler zu entdecken. Damit können sie dem gesamten Markt neue Impulse geben.“

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