UDO-KU: Dokumentation über Udo Lindenberg im Januar im MDR-Fernsehen

Die vergangenen 25 Jahre waren für Udo Lindenberg voller Panik. Für den Film „Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten“ wurde ein Vierteljahrhundert auf 90 Minuten eingedampft, um ein vielschichtiges Bild des Menschen und Künstlers zu zeichnen. In der Prime-Time-Doku, die am 11. Januar um 20.15 Uhr im Mitteldeutschen Rundfunk ausgestrahlt wird, kommen neben Konzertbesuchern auch Fans und musikalische Weggefährten zu Wort. Unter ihnen sind Clueso aus Erfurt, Silbermond aus Bautzen, Sebastian Krumbiegel von den Prinzen aus Leipzig und die singende Schauspielerin Anna Loos.

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Ein Vierteljahrhundert Lindenberg in Spielfilmlänge

„Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten“ spannt dabei einen Bogen von der ersten Ost-Tournee im Jahr 1990 bis zu Lindenbergs Auftritt am Brandenburger Tor am 9. November vorigen Jahres. Zudem sind Ausschnitte aus dem Stadionkonzert 2014 in Leipzig zu sehen (die Stadiontour wird in diesem Jahr fortgesetzt, dafür hat Udo Lindenberg höchstpersönlich im Frankfurter Waldstadion die Werbetrommel gerührt).

Foto: Torsten-Williamson-Fuchs
Udo Lindenberg neulich bei einer Presse-Veranstaltung | Foto: Torsten-Williamson-Fuchs

Lindenberg gab schon zu DDR-Zeiten ein Konzert in Berlin. Doch eine Karte dafür zu bekommen, war für Otto-Normal-Fan nahezu unmöglich. In fast allen Städten versuchten die ostdeutschen Anhänger, eines der begehrten Tickets zu ergattern.

Doch die gingen zum größten Teil an die Jungbonzen der Nomenklatura. Lindenberg spielte 1983 also vor ausgesucht(en) linientreuen FDJ-Funktionären, während seine wahren Anhänger vor dem Republikpalast „Udo Udo“ riefen. Die etwa 1000 jungen Ostdeutschen waren natürlich im Visier von auffällig unauffälligen Stasibütteln, die sie von ihrem Idol abdrängten.

Weil seine Anhänger so lange auf ihn warten mussten, wartete Lindenberg nicht lange. Und startete knapp zwei Monate nach dem Mauerfall in Suhl seine erste Tour durch den Landesteil, der längst auf dem Weg zur Wiedervereinigung war. Als der Rocker sein Publikum in Thüringen mit „Hallo Suhl“ begrüßt, kennt der Jubel keine Grenzen mehr. Die „Stadthalle der Freundschaft“ platzt aus allen Nähten: 3000 Menschen sind gekommen, um den Panik-Rocker leibhaftig zu erleben. Sie haben ihr ganzes Leben auf diesen Moment gewartet. Die Auftritte in Suhl, Leipzig, Erfurt, Rostock, Schwerin und Magdeburg werden zum wahrgewordenen Traum.

Ostreise wird Lindenbergs schönste Party

Foto: Torsten-Williamson-Fuchs
Foto: Torsten-Williamson-Fuchs

Udo erinnert sich, wie er damals mit der ostdeutschen Sängerin Ina Morgenweck „Mädchen aus Ostberlin“ aufgeführt hat. Der ganze Saal habe einstimmt, vor Rührung sei vielen die Stimme versagt geblieben. „Ich war irgendwie da und ich guckte denen in die Augen und es waren nasse Augen. Tränen, die haben geweint“, ist Lindenberg noch heute tief berührt. „Die ganze Tour, diese eine Woche, war ein rauschendes Fest, wahrscheinlich die schönste Party meines Lebens.“

Wenn er das so sagt, wird es so sein, denn Lindenberg ist sich immer treu geblieben. Der sagt nicht „Hallo Suhl“, obwohl er gerade in Halle auf der Bühne steht. Der spindeldürre Mann hat auch heute noch viel zu sagen. Die aktuellen Entwicklungen im Ukraine-Konflikt passen ihm nicht, wie er bandscomeback.de vor Weihnachten erzählte.

Wirbel beim Wiedersehen in der früheren Bezirksstadt

Von Hamburg nach Suhl ging es noch einmal extra für die Doku (der Live-Stream dazu läuft direkt über die MDR Mediathek). 25 Jahre nach dem legendären Auftritt wollte der Hotelbewohner in der Kleinstadt zwei Fans wiedertreffen, die er damals kennengelernt hatte. Sie seien Experten, Panikexperten von damals.

Foto: Torsten-Williamson-Fuchs
Im Sommer in Stadien! | Foto: Torsten-Williamson-Fuchs

Lindenberg sorgt für Wirbel in Suhl, die Einheimischen vermuten zunächst ein Double. Doch dieser Udo ist echt. Er spricht mit den Leuten, die zufällig vorbeikommen, und mit Konzertbesuchern von damals. Wie bei seiner jüngsten Stadion-Ankündigungstour gibt er sich als Panikrocker zum Anfassen – Selfies und Küsschen inklusive. Abgerundet wird die Dokumentation durch ein Wiedersehen mit dem früheren ‚Mädchen aus Ostberlin‘: Lindenberg trifft in Berlin seine damalige Duett-Partnerin Ina Morgenweck, die mittlerweile Ina Morgan heißt.

Die Doku „Panische Zeiten! Udo Lindenberg rockt den Osten“ bietet Emotionen pur, viel Musik und Einblicke in eine deutsche Rockmusikgeschichte, die nie wirklich geteilt war. Sie wird am 11. Januar zur besten Sendezeit im MDR-Fernsehen ausgestrahlt, per Live-Stream in der Mediathek des Mitteldeutschen Rundfunks (www.mdr.de)

Quellen: Pressemitteilung des MDR, torsten-williamson-fuchs.de, bandscomeback.de

Torsten Williamson-Fuchs
Über Torsten Williamson-Fuchs 5 Artikel
Ich bin Journalist und schreibe über wichtige Themen aus Musik, Medien, Politik, Sport und Wirtschaft.
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