Prime Music in Deutschland und Österreich gestartet

Musikflatrate für Kunden von Amazon Prime

Amazon Prime Music ist in Deutschland und Österreich gestartet. Über 1 Million Lieder können sich Prime-Kunden des Versandhändlers ab sofort ohne zusätzliche Kosten anhören. Neben Songs und Alben stehen Playlists und eine personalisierbare Radiofunktion zur Verfügung.

Prime Music App im Store bei Amazon auf einem Android-Smartphone | Screenshot: Redaktion
Prime Music App im Store bei Amazon auf einem Android-Smartphone | Screenshot: Redaktion

In den USA und Großbritannien gibt es Prime Music bereits eine Weile, nun ist das Musikstreamingangebot auch in Deutschland und Österreich erhältlich. Zumindest derzeit konkurriert Amazon damit nicht mit Musikstreamingportalen wie Spotify, Deezer, Napster oder ALDI life Musik, die gegen eine monatliche Gebühr Zugriff auf extrem große Musiksammlungen bieten.

Mehr als 1 Million Songs

Während die großen Musikstreamingdienste zum Teil über 30 Millionen Songs bereithalten, sind es bei Prime Music nur „über eine Million Songs“. Amazon zielt mit seinem Angebot darauf ab, seine für 49 Euro/Jahr erhältliche Express-Versand-Flatrate durch Zusatzfunktionen attraktiver zu machen. Bisher waren hierzulande bereits Flatrates für Videostreaming und und E-Books sowie unbegrenzter Cloudspeicher für Fotos in Prime enthalten. Zudem gibt es Vorteile bei Sonderangeboten.

Prime Music App im Store bei Amazon auf einem Android-Smartphone | Screenshot: Redaktion
Prime Music App im Store bei Amazon auf einem Android-Smartphone | Screenshot: Redaktion

Wer die neuesten Hits hören möchte oder einen besonderen Musikgeschmack hat, ist bei einem speziellen Musikstreamingdienst viel besser aufgehoben, aber wer einen breiten Musikgeschmack pflegt oder einfach nicht wählerisch ist, kann bei Amazon eine Menge hören. Bekannte deutschsprachige und internationale Künstler wie Andreas Bourani, Helene Fischer, Cro, Udo Jürgens, Andreas Gabalier sowie Meghan Trainor, U2, Beyoncé und Bruce Springsteen sind ebenso dabei wie kaum bekannte Musiker.

Blick in eine Playlist | Screenshot: Redaktion
Blick in eine Playlist | Screenshot: Redaktion

Playlists und Prime Radio

Es ist zwar möglich, gezielt einzelne Songs oder bestimmte Alben zu suchen und diese anzuhören, doch angesichts des vergleichsweise kleinen Repertoires dürfte das für die Mehrheit der Musikfans enttäuschend verlaufen. Spaß machen kann Prime Music dagegen mit den Playlists und Prime Radio: Hunderte redaktionell betreute Playlists mit relativ aussagekräftigen Namen stehen zur Wahl, zum Beispiel: „Soul-Klassiker“, „80er Hit-Mix“, „Dynamischer Pop zum Arbeiten“, „Entspanntes Frühstück“, „Relaxter deutscher Pop und Hip-Hop“, „Deutscher Pop zum Feierabend“, „Unterwegs im Auto: Songs zum Mitsingen“, „Klassiker der 70er“, „Pop-Beats zum Joggen“, „Unter-der-Dusche-Mix“, „Reagge-Hits“, „Deutsche Schlager der 60er“, „Neue Volksmusik“, „Salsa-Party“, „Filmmusik zum Lesen“, „Classic Rock zum Relaxen“, „Akustisches Katerfrühstück“, „Kaffee am Morgen“, „Rock der 2010er-Jahre“, „Rock für den Flug“, „Meditative Musik für tiefe Entspannung“, „Klassiche Musik zum Einschlafen“, „Barocke Meisterwerke zum Dinner“, „Arien zum Autofahren“, „Klassik zum Kochen“ …

Playlists in der Browser-Version von Prime Music | Screenshot: Redaktion
Playlists in der Browser-Version von Prime Music | Screenshot: Redaktion

Ihr habt es gemerkt: Die Aufzählung der Playlisten ist etwas länger ausgefallen, aber erst in der Masse wird klar, dass tatsächlich ein großes Spektrum an Alltagssituationen abgedeckt wird. So zumindest der Anspruch! Wer sich „flexibler berieseln lassen“ möchte, wechselt zum Bereich „Prime Radio“. Ich bin zwar der Ansicht, dass ein reines Nonstop-Musikprogramm ohne Moderation die Bezeichnung Radio nicht verdient. Davon abgesehen bin ich jedoch ein Fan solcher personalisierbaren Musikstreams: Diese funktionieren ähnlich wie die Playlists, doch über die bei jedem Track mögliche positive oder negative Bewertung lässt sich das in Kanälen wie „Entspannter Jazz“, „Schlager von heute“, „50er“, „90er-Rock“, „Punk“, „Heavy Metal“, „Latin“, „Dance & DJ“, „Trance“, „Entspannter Pop“ und „Lounge & Bar“ zusammengestellte Musikprogramm für die Zukunft beeinflussen.

Radio bei Prime Music | Screenshot: Redaktion
Radio bei Prime Music | Screenshot: Redaktion

Nettes Extra

Inhaltlich gibt es das, was Amazon Prime Music jetzt auch in Deutschland und Österreich bietet, auch woanders (und zum Teil völlig gratis). Prime Music wirkt allerdings sehr aufgeräumt gut durchdacht und ist vor allem frei von Werbung. Dank eines Offline-Modus kann man auch Musik hören, wenn man keine Internetverbindung zur Verfügung hat bzw. diese nicht nutzen möchte (Stichwort: Traffic-Limits).

Prime Music im Browser am PC | Screenshot: Redaktion
Prime Music im Browser am PC | Screenshot: Redaktion

Kurz gesagt: Es handelt sich um ein durchaus attraktives Angebot, für das alleine es sich zwar nicht lohnen würde, 49 Euro/Jahr auszugeben, das aber für diejenigen, die ohnehin Prime-Kunden sind, ein brauchbarer Bonus ist. Nutzen lässt sich Amazon Prime Music auf PCs und Macs sowie über Apps auf Geräten mit Android OS und iOS (Apple) sowie natürlich auf Geräten von Amazon (Fire Tablets, Fire TV, Fire TV Stick).

Über Oliver Springer 368 Artikel
Ich bin Blogger und schreibe neben Musik über Themen wie Web 2.0, Mobilfunk und Kaffee.
Kontakt: Webseite

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Diese Website benutzt Cookies. Wenn Du die Website weiter nutzt, stimmst Du der Verwendung von Cookies zu. Bitte beachte unsere Informationen zum Datenschutz! Link zum Datenschutzhinweis

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen