Internet-Label und Facebook
Nach längerer Zeit melde ich mich wieder aus dem Recherchen-Nirvana zu dem passenden Internet-Label zurück. Wahrscheinlich habe ich den richtigen Vertriebspartner gefunden. Erstmal fand ich das Modell von audiomagnet.com sehr interessant, und zweitens ist deren Firmensitz nahe der Reeperbahn in St. Pauli (das ist passend zum Musikthema!!) und drittens führt eine erfahrene, ehemals “analoge” Label-Expertin dieses Unternehmen. Mehr dazu im nächsten Tagebucheintrag…….
Jetzt möchte ich zu dem Phänomen facebook schreiben. Nach dem Kinobesuch zu dem Film “Social Network” war ich erstmal angezeckt, und habe mich direkt in diese Community eingetragen, ein paar Bekannte angeschrieben und bekam auch einige Zusagen. Prima, habe mich gefreut über meine neuen digitalen Freunde. Aber diese Freunde posten sehr viel, natürlich wie ich auch aus Eigennutz, um die eigenen Projekte ein wenig in das www zu tragen. Aber ich wunderte mich sehr schnell, wieviel an Gedanken, Veranstaltungen, neuen Informationen etc. in mein kleines digitales Universum gelangten. Puh, dachte ich, ich brauche gar keine Zeitung mehr, ich werde hier ja kräftig beschleunigt…..
Und da fiel mir wieder mein angefangener Artikel über Klaus Thalheim ein, entschleunigen..und daran werde ich jetzt mal weiterschreiben…mal abseits des Hypes und der Goldgräberstimmung. In diesem Sinne, bis bald oder besser gesagt “bis morgen, im Land des Verborgenen”, gebt nicht zuviel preis……
Internet-Label-Suche
Ich bin derzeit in der Recherche zum Thema “Internet-Label”. Ein konventionelles Label wird sich wohl nicht für meine Songs interessieren, und ganz ehrlich, zum “Klinkenputzen”, für so ´n Scheiss bin ich wirklich zu alt (oder war es wahrscheinlich schon immer)!
Ausserdem verlierst du bei solchen Verträgen meistens deine Unabhängigkeit, wirst, wenn du Glück hast, als neuestes “Musiksternchen” durch die Dörfer getrieben, und bei Misserfolg schnell wieder vom Himmel geholt.
Dann wird dir in deine Arrangements, deine Texte und dein Outfit hineingeredet, und irgendwann siehst du ein tolles Produktformat, was mit dir nur n0ch bedingt zu tun hat. Aber das muss jeder selbst wissen, mit mir jedenfalls nicht. Ich würde den Spass total verlieren. Also bald mehr zum Internet-Label…..
Das Musiker/Band-Profil
Die Frage stellt sich zuerst: wer bin ich/sind wir und was soll erreicht werden? Wird es eigene Liveacts geben oder nur reine Studioproduktionen. Ich schreibe diese Gedankengänge jetzt mal aus meiner Perspektive und in der Singular-Form, d.h. ich bin die Band. Das erspart natürlich Diskussionen mit den übrigen Bandmitgliedern. Aber eins ist klar, eine gemeinsam erarbeitete Bandstrategie ist unabdingbar für eine eventuell mögliche Erfolgsgeschichte.
Wie definierst du den persönlichen Erfolg? Willst du diesen um jeden Preis erreichen und misst sich dieser nur an den Verkaufszahlen? Möchtest du dich in fremde Hände begeben um eventuell schnell geputscht zu werden (und natürlich auch dafür bezahlen, so oder so). Fragen über Fragen, desto detailierter sie sich selbst gestellt sind und beantwortet werden, desto besser. Und Erfolg ist manchmal auch Zufall, denn alles ist nicht bis ins Kleinste planbar.
Also, ich habe intensiv über mein Profil und meine Ambitionen nachgedacht. Viel Spass vermittelt mir die Studioarbeit, die Formulierung von eigenen Texten in deutscher Sprache, und diese Texte in Musik zu formen. Auf das Genre bezogen gibt es dafür den altbackenen, aber schönen Begriff des “Liedermachers”. Ich werde definitiv nicht mit den Songs auf die Bühne gehen, und damit ist eine Promo-Möglichkeit nicht realisierbar.
Mein Erfolgs-Ansatz lautet: Einer ist mehr als Keiner; entspannt das virale Marketing nutzen und unverkrampft schauen, was daraus wird. Von Musik leben, das können nur die Wenigsten, nicht wahr…..
Erster Literatur-Tipp zur Selbstvermarktung
Die ersten Recherchen haben mich zu der überaus interessanten Communityseite www.delamar.de mit Schwerpunkt Musikproduktion gebracht. Die dortigen Artikel sind sehr klar und verständlich geschrieben, und unter dem Menü Musikbusiness gibt es gute Informationen zum Thema Selbstvermarktung und ähnliche Inhalte, siehe http://www.delamar.de/musikbusiness/.
Ein guter Einstieg ins Selbststudium, um die ersten aktiven Praxisschritte anzugehen. Ich lese mir die Themen in den nächsten Tagen durch….
Das “NOPP”
Das NOPP ist eine Abkürzung für mein No-Promi-Promo-Tagebuch. Meine Kunstfigur “Doc Ben G.” hat weder ein Label im Rücken, noch einen Sponsor an der Hand ausser sich selbst, geschweige denn einen professionellen Promotor mit einer ausgereiften Marketingstrategie. Erstmal auf sich gestellt sein, die Kernthemen selber herausarbeiten, das gefällt mir
. Und da ich weiss, wieviele gute Musiker und Projekte in den grossen Portalen millionenfach herumschlummern und kaum in der Masse beachtet werden, möchte ich Interessierten meine Erfahrungen und Erlebnisse in der Musikselbstvermarktung mitteilen. Erstmal stelle ich das Material für den Doc Ben G. Blog auf meiner Heimat-Base bandscomeback.com zusammen. Und dann denke ich intensiv über eine Strategie nach. Melde mich bald wieder…..
Die ganze Nacht – Songs
Wie das so ist, einmal Blut geleckt, entstand der Song: Die ganze Nacht. Ein Lied über zwei unsterblich Verliebte, die endlich zusammen die Sonne aufgehen sehen möchten; auch wenn sie als Vampire dabei zu Staub zerfallen.
Der zweite Song, Heimat, handelt von der Rückkehr in den Heimatort nach einer langen Lebensreise. Ein sehr persönlicher Song.
Nummer 3, Ne´ letzte Frage Leben, könnte man prima als Video verpacken. Du springst ins Poolwasser, vielleicht gehört dir der Pool auch und du bist reich, schwimmst ein bisschen herum, denkst über das Leben nach, und vom Beckenrand fragt eine Stimme, wofür sind wir hier? Du tauchst unter, um Sauerstoff zu tanken, und denkst dann mal; bis morgen, im Land des Verborgenen.
Sehnsucht-Video
Aus dem Song “Sehnsucht” wurde ein Urlaubsvideo, passte gut zu dem Thema……
Unerkannt – Songs
1. Schiffe
An einem Hafen zu stehen, und den ein- und auslaufenden Schiffen zuzusehen, ist immer mit der Frage verbunden, wohin fahren sie gerade oder woher kommen sie? Ich möchte auf ein Schiff springen, mit dem Nervenkitzel der ungewissen Zukunft, ohne zu wissen, was mich erwartet. Doch ich bleibe auf dem Land, und verpasse wieder eine neue Möglichkeit. Geht es euch nicht manchmal ähnlich?
[audio:http://bandscomeback.com/docbeng/files/2010/07/schiffemp3kurz.mp3]
2. An Dich
Als ich jünger war, da war ich auch schon anders, rebellischer, frisch verliebt und voller Elan. Die Welt stand mir offen, im freien Fall fühlte ich mich leben. Mein Herz war frei für Entdeckungen, die Gedanken frei für Gefühle. Sie war meine erste große Liebe, wir liefen über Felder und Strassen, lachten über uns und die Ernsthaftigkeit unserer Mitmenschen. Es gab nur uns, die Freude und Begierde mit- und aufeinander. Wir stritten uns heftig und dann liebten wir uns wie wild im Gebüsch. Ein ständiges Auf und Ab, immer mit Herzpochen….
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3. Zehn
Doch sehr schnell holte mich die Steifheit der Realität ein. Egal ob im Job oder bei privaten Anlässen. Es gab immer Menschen, die auf der Überholspur an einem vorbeirasten, auf der ständigen Suche nach Erfolg und Anerkennung. Die sich an der Warteschlange vordrängelten, sich beim Chef braun einschleimten, mehr Erfolg bei den Frauen hatten. Man stelle sich das so vor, man möchte in ein freies Loch springen, und schwupp, ist es schon besetzt. Neue Ideen, Kreationen auf den Markt bringen, schwupp, schon wieder mindestens Zehn diese Eingebung gehabt. Und dann dieser angebliche neue Individualismus des Einzelnen. Heute spielen alle Golf, früher alle Tennis ..hey, alles nur Lemminge im Dienste des Zeitgeistes.
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4. Dschungel
Das persönliche Zimmer, auch Seele genannt, wird immer das eigene persönliche Zimmer bleiben, und ist voll von Bildern und Erinnerungen. Und manchmal staut sich dort ein kleines Chaos an gegangenen Seelenwegen, das mir im Dschungel der Gefühle nicht klar ist, wo ich wirklich stehe. Das einzigste was wirklich klar ist, die Seele und der Körper werden zusammen alt. Selten genug, dass beide zusammen eine Antwort finden. Deswegen denke ich mir, nicht zuviel darüber nachdenken, könnte böse enden.
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5. Grosse Illusion
Früher habe ich, wie fast alle Kinder, Burgen aus Sand gebaut. Ich dachte in den Momenten als kleiner Baumeister, dass diese Monumente für die Ewigkeit wären. Bis wieder einer meiner kleinen Zeitgenossen mich eines Besseren belehrte und die Zerstörungswut an meinen Werken ausließ. Aber die große Frage ist, warum wir immer wieder vertrauen, verraten und selbst betrogen werden, und warum wir es immer wieder auf´s Neue versuchen. So ist das Leben wohl………
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6. Unerkannt
Sich im Spiegel immer wieder zu erkennen, das war ursprünglich als ein Grundsatz in meinem Leben gedacht. Aber meistens wollte ich das gar nicht, sondern sprang in die Selbstzerstreuung von Partys und vielen neuen Gesichtern. Bloss nicht zu lange an was festhalten, keine Wurzeln in den Boden lassen. Heimat, Heimat war nur der zufällige Moment des Lächelns und des Vergnügens. Ja, ich war ein gejagter Jäger, mit jeder Menge pulverisierter Arroganz versehen. Wenn da nicht der Morgen gewesen wäre.
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7. Liebe wandert
Und doch, was mich immer wieder aus den Ketten des Lebens befreit hat, war die Liebe. Die Liebe, manches auch mit den Augen eines Kindes zu sehen. Zu spüren, das dieser Moment wunderschön und unwiderruflich ist. Und das dieser Moment nur für dich bestimmt ist, dieser Moment, das Leben als ein Geschenk zu sehen, zu fühlen, das ein anderer Mensch dieses Gefühl annähernd teilt, und zu fliegen wie ein Schmetterling.
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8. Sehnsucht
Ich stehe am Strand auf den Klippen, sehe die Weite des Meeres und höre das Meeresrauschen. Die Augen sind fast geschlossen, nur ein schmaler Sonnenstrahl erreicht den Sehnerv. Und ich sehe dein Gesicht und dein Lächeln vor mir. Als wenn ein Windstoss dein Sein in meine Seele gehaucht hätte. Ich staune nicht darüber. Die Sehnsucht ist keine Qual. Ich lächele nur zurück und habe Frieden.
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Das erste Studioprojekt: Unerkannt
Zeichen und Träume (2005)
Manche Dinge brauchen ihre Zeit.
Die Idee zu einem Konzeptalbum mit einer fiktiven Romanfigur war schon einige Jahre vorher entstanden . Den richtigen Kick bekam ich damals durch einen Traum. Normalerweise behält ein Traum keine lange Erinnerungsgültigkeit in unserem unmittelbaren Bewußtsein. Dieser schon!
In diesem Traum stand ich auf einer Open-Air-Bühne, vor mir eine riesige Menschenschar. Ich spielte Bass (kann ich garnicht), neben mir Frank Zappa. Hey, der grosse Frank Zappa, mein absolutes Musik-Idol..und ich in seiner Combo…ich glaube heute noch das Glücksgefühl zu spüren, dass ich dabei empfand. Wir spielten dieses energiegeladene, absolute mega-live Stück “Tinseltown-Rebellion”.
Plötzlich schwebte ein großer roter Ballon zu uns hinunter. Ich griff, nein, ich glaube sogar, ich sprang zu dem Ballon, um ihn zu ergreifen. Der Ballon hatte genug Kraft, mich langsam abheben zu lassen. Ich drehte mich zu Frank und sagte zu ihm: ” Frank, ich muss mein eigenes Ding machen.” Er schaute mich nur an, nickte mir zu und lächelte milde. Er hatte verstanden.
Ich schwebte langsam davon (ich muss dabei erwähnen, dass ich Höhenangst habe) und sah ohne Furcht, völlig relaxt, auf die tanzende Menge hinunter. Dann wachte ich auf…….
Als ich zum ersten Mal das Tonstudio betrat, um bei Flo Peil zu arbeiten und mit ihm die Songs zu schreiben, sah ich das Firmenlogo des Musikstudios mit Namen “Tinseltown”. Ich bekam schlagartig eine Gänsehaut, und das Gefühl von Bestimmung. Die Produktion “Doc Ben G., Unerkannt” musste einfach realisiert werden, ging garnicht anders…..
Hey, achtet auf die Zeichen in eurem Leben. Sie leiten euch. Und lebt eure Träume, wann auch immer dies machbar ist. Und machbar ist vieles……
Wie alles begann (Der gesamte Doc-Blog ist noch in Arbeit)
Mein Künstlername ist Doc Ben G. und dies ist mein eigener Blogbereich in der Bandscomeback Community.
Nach vielen Jahren des beruflichen und privaten Alltags habe ich in der Lebensmitte wieder zu meiner Leidenschaft zurückgefunden, der Musik. Viele alte Texte verstaubten über die Zeit in den Schubläden; in den letzten Jahren kamen neue Textideen hinzu. Dazu schwirrten mir Melodien durch den Kopf, die Zeit war reif, die Sachen mussten vertont werden. Herausgekommen ist 2005 die CD “Unerkannt” und aktuell 2010 die EP “Die ganze Nacht”. Bald mehr….


