Unerkannt – Songs
1. Schiffe
An einem Hafen zu stehen, und den ein- und auslaufenden Schiffen zuzusehen, ist immer mit der Frage verbunden, wohin fahren sie gerade oder woher kommen sie? Ich möchte auf ein Schiff springen, mit dem Nervenkitzel der ungewissen Zukunft, ohne zu wissen, was mich erwartet. Doch ich bleibe auf dem Land, und verpasse wieder eine neue Möglichkeit. Geht es euch nicht manchmal ähnlich?
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2. An Dich
Als ich jünger war, da war ich auch schon anders, rebellischer, frisch verliebt und voller Elan. Die Welt stand mir offen, im freien Fall fühlte ich mich leben. Mein Herz war frei für Entdeckungen, die Gedanken frei für Gefühle. Sie war meine erste große Liebe, wir liefen über Felder und Strassen, lachten über uns und die Ernsthaftigkeit unserer Mitmenschen. Es gab nur uns, die Freude und Begierde mit- und aufeinander. Wir stritten uns heftig und dann liebten wir uns wie wild im Gebüsch. Ein ständiges Auf und Ab, immer mit Herzpochen….
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3. Zehn
Doch sehr schnell holte mich die Steifheit der Realität ein. Egal ob im Job oder bei privaten Anlässen. Es gab immer Menschen, die auf der Überholspur an einem vorbeirasten, auf der ständigen Suche nach Erfolg und Anerkennung. Die sich an der Warteschlange vordrängelten, sich beim Chef braun einschleimten, mehr Erfolg bei den Frauen hatten. Man stelle sich das so vor, man möchte in ein freies Loch springen, und schwupp, ist es schon besetzt. Neue Ideen, Kreationen auf den Markt bringen, schwupp, schon wieder mindestens Zehn diese Eingebung gehabt. Und dann dieser angebliche neue Individualismus des Einzelnen. Heute spielen alle Golf, früher alle Tennis ..hey, alles nur Lemminge im Dienste des Zeitgeistes.
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4. Dschungel
Das persönliche Zimmer, auch Seele genannt, wird immer das eigene persönliche Zimmer bleiben, und ist voll von Bildern und Erinnerungen. Und manchmal staut sich dort ein kleines Chaos an gegangenen Seelenwegen, das mir im Dschungel der Gefühle nicht klar ist, wo ich wirklich stehe. Das einzigste was wirklich klar ist, die Seele und der Körper werden zusammen alt. Selten genug, dass beide zusammen eine Antwort finden. Deswegen denke ich mir, nicht zuviel darüber nachdenken, könnte böse enden.
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5. Grosse Illusion
Früher habe ich, wie fast alle Kinder, Burgen aus Sand gebaut. Ich dachte in den Momenten als kleiner Baumeister, dass diese Monumente für die Ewigkeit wären. Bis wieder einer meiner kleinen Zeitgenossen mich eines Besseren belehrte und die Zerstörungswut an meinen Werken ausließ. Aber die große Frage ist, warum wir immer wieder vertrauen, verraten und selbst betrogen werden, und warum wir es immer wieder auf´s Neue versuchen. So ist das Leben wohl………
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6. Unerkannt
Sich im Spiegel immer wieder zu erkennen, das war ursprünglich als ein Grundsatz in meinem Leben gedacht. Aber meistens wollte ich das gar nicht, sondern sprang in die Selbstzerstreuung von Partys und vielen neuen Gesichtern. Bloss nicht zu lange an was festhalten, keine Wurzeln in den Boden lassen. Heimat, Heimat war nur der zufällige Moment des Lächelns und des Vergnügens. Ja, ich war ein gejagter Jäger, mit jeder Menge pulverisierter Arroganz versehen. Wenn da nicht der Morgen gewesen wäre.
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7. Liebe wandert
Und doch, was mich immer wieder aus den Ketten des Lebens befreit hat, war die Liebe. Die Liebe, manches auch mit den Augen eines Kindes zu sehen. Zu spüren, das dieser Moment wunderschön und unwiderruflich ist. Und das dieser Moment nur für dich bestimmt ist, dieser Moment, das Leben als ein Geschenk zu sehen, zu fühlen, das ein anderer Mensch dieses Gefühl annähernd teilt, und zu fliegen wie ein Schmetterling.
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8. Sehnsucht
Ich stehe am Strand auf den Klippen, sehe die Weite des Meeres und höre das Meeresrauschen. Die Augen sind fast geschlossen, nur ein schmaler Sonnenstrahl erreicht den Sehnerv. Und ich sehe dein Gesicht und dein Lächeln vor mir. Als wenn ein Windstoss dein Sein in meine Seele gehaucht hätte. Ich staune nicht darüber. Die Sehnsucht ist keine Qual. Ich lächele nur zurück und habe Frieden.
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